Airbrush Coloration



Zurück zur FAQ HandColoration

In dieser FAQ findest Du die wichtigsten Antworten auf alle Fragen rund um das Airbrushen. Fallen Dir noch weitere Aspekte ein, bist Du herzlich eingeladen Dich mit einzubringen.

Was genau ist eigentlich Airbrush?


Übersetzt beutetet „Airbrush“ nichts anderes als „Luftpinsel“. Jedoch malst Du beim Airbrushen nur bedingt mit Luft, sondern vielmehr mit einem konstanten Luftdruck. Meist geschieht dies mit einer Airbrush-Pistole, welche mit einem Druck von etwa 2-3 bar Luftdrucks arbeitet. Bei diesem Vorgang wird die Farbe mehr oder minder auf das Blatt Papier oder auf den Malgrund gesprüht.

Was genau benötige ich eigentlich zum Airbrushen?


Zunächst benötigst Du eine so genannte Airbrush-Pistole sowie einen Kompressor. Man kann auch Druckdosen kaufen, allerdings scheint ihre Lebensdauer recht begrenzt zu sein. Weiter ist zum Airbrushen recht hilfreich sich Maskierfolie zu kaufen. Zudem benötigst Du um Dein Airbrush-Set in Schuss zu halten, einen entsprechenden Reiniger. Zu guter Letzt musst Du Dir natürlich noch die entsprechenden Farben und kaufen, dann kannst Du allerdings schon loslegen.

Ist das ganze eigentlich sehr teuer?


Für eine adäquate Airbrush-Pistole musst Du ungefähr 100 Euro investieren. Der Preis für den passenden Kompressor beträgt dann noch einmal ungefähre 250 Euro. Die Farben sind im Preis natürlich noch nicht mit eingerechnet. Jedoch gibt es schon recht günstige Farben ab 4 Euro. Die Papierpreise schwanken zwischen 0,50 Euro und aufwärts. Für Folien zahlst Du etwa 8 Euro. Zu guter Letzt musst Du für den Reiniger noch zwischen 5 und 8 Euro rechnen. Im Überblick betragen die Kosten also:

  • Airbrush-Pistole: ca. 100 Euro
  • Kompressor: ca. 250 Euro
  • Farben: je Farbe ca. 4 Euro
  • Papier: von 0,50 Euro pro Din A4
  • Folie: ca. 8 Euro
  • Reiniger: ca. 5 Euro

Bevor Du mit dem Airbrushen anfängst, solltest Du Dir vielleicht erst einmal ein Set von einem Freund oder einer Freundin ausleihen. Findest Du nun Gefallen an dieser Technik, kannst Du Dir immer noch ein passendes Set zusammenstellen. Je nach Qualität variieren auch entsprechend die Preise.

Welche Farben und welches Papier nehme ich am besten?


Zum Airbrushen eigenen sich eigentliche fast alle auf Wasser basierenden Farben. Besonders gern genutzt eignen sich die Farben von Schmincke und Aercolor. Bei beiden Varianten handelt es sich um Farben auf Wasserbasis. Allerdings lassen sich die Farben je nach Bedarf noch weiter für den Gebrauch verdünnen. Dies hat den Vorteil, dass Du länger mit den Farben auskommst. Allerdings verlieren die Farben dadurch ein wenig an Deckkraft. Hier solltest Du Dir also gut überlegen, welche Variante Dir wichtiger ist.

Brauche ich eigentlich viele Farben?


Ja und Nein. Wie viele Farben Du benötigst ist natürlich abhängig von der Größe und Anzahl Deiner Werke. Viele verschiedene Farben benötigst Du, wenn Du nicht Mischen möchtest. Ansonsten brauchst Du zwar weniger Farben aber mehr in der Menge. Hierzu reichen dann die Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Grün. Eventuell kann es noch hilfreich sein die Farbe Weiß zum aufhellen hinzuzufügen.

Fanart_04.PNG

Tipp: Eigentlich ist es immer besser sich die Farben selber anzumischen. Denn bei bereits fertigen Farben kann es Dir immer wieder passieren, dass die Farben nicht exakt den gewünschten Farbton haben und andererseits die Tönungen des Papiers zu ungewünschten Nebeneffekten führen können. Mischt du die Farben selber an, ist es Dir eher möglich dem entgegen zu wirken, als wenn Du fertig gemischte Farben kaufst.

Tipp: Die entscheidenden Pigmente einer Farbe setzen sich in der Regel immer auf dem Flaschenboden ab, daher vor gebrauch die Flasche immer gut schütteln.

Welches Papier eignet sich am allerbesten zum Airbrushen?


Tendenziell eignet sich jedes dickere Papier zum Airbrushen. Für den Anfang ist es völlig ausreichend sich völlig normalem Zeichenpapier zu bedienen. Dies ist beispielsweise von Hahnenmühle erhältlich hat ein Gewicht von 190 g/m². Möchtest Du ein wenig mehr Geld in Deine Fanart investieren kannst Du Dir auch spezielles Airbrush-Papier zulegen. Dies ist in jedem gut sortierten Schreibwaren- oder Zeichenbedarfsladen erhältlich.
Je nach gewünschtem Effekt kannst Du aber auch Aquarell-Papier verwenden, da es sich aufgrund seiner groben Struktur ebenfalls sehr gut zum colorieren eignet.

Was genau ist eigentlich mit „Maskieren gemeint“?


Wie der Name Airbrush bereits verrät, sprüht man mit Hilfe einer Airbrush-Pistole die Farbe auf das Papier. Dabei entsteht ein so genannter „Overspray“. Das heißt im Detail, dass Du zwar Kanten sprühen kannst. Jedoch ist dabei darauf zu achten, dass Du den Farbnebel, der dabei entsteht, nach Möglichkeit vermeidest. Die Entstehung von Farbnebeln kannst Du umgehen, wenn Du beim Sprühen die gewünschte Stelle markierst. So erhältst Du eine gerade und klare Linie wie beim Zeichnen mit einem Stift auch. Bei der Technik des Maskierens unterscheidet man zwischen 3 Verschiedenen Varianten:

1. lose Maske


Bei dem Prinzip der „losen Maske schneidest Du die gewünschte Form auf einer Pappe zu und legst diese dann auf die Stelle die Du später maskieren möchtest. Damit die Pappe nicht verrutschen kann, schneidest Du am besten kleine Löcher in die Pappe und fixierst das Ganze mittels Tesa-Krepp.

2. Maskierfolie


Die Maskierfolie kannst Du in Läden für Kunst- und Zeichenbedarf kaufen. Sie weist relative große Ähnlichkeit mit der Buchklebefolie auf, lediglich die Tatsache, dass sie nicht so fest klebend ist unterscheidet die beiden Folien voneinander.
Wie bei den vorherigen Verfahren schneidest Du Dir auch hier die entsprechende Form zu und klebst sie über die Stelle, die Du später maskieren möchtest. Zum schneiden eignet sich an dieser Stelle auch sehr gut ein Skalpell.

Flüssigkeitsmaske


Bei dieser Variante tupfst Du sehr vorsichtig mit einem Pinsel, Tuch oder etwas ähnlichem die Flüssigkeit auf die Stelle die Du später maskieren möchtest. Ist diese nun eingetrocknet kannst Du mit dem Sprühen beginnen. Wenn Dein Werk nun vollendet ist, so kannst Du die getrocknete Flüssigkeit entweder mit einem Radierer entfernen oder diese einfach abrubbeln.

Hast Du beim Airbrushen schon ein wenig Routine wirst Du recht schnell feststellen, dass Du lediglich für den Übergang scharfer Kanten, die Maskiermethoden benötigst.

Was genau sind eigentlich die Vor- und Nachteile des Airbrushens?


Zunächst kommt es auf die Art und Weise an wie man zeichnen möchte. Aber im Prinzip lässt sich festhalten, dass die Geschmäcker der einzelnen Personen ja nun einmal relativ verschieden sind. Vor- und Nachteile des Airbrushens sind im Allgemeinen:

Vorteile:
  • Nahtlose und sehr weiche Übergänge die auch mit mehreren Farben möglich sind.
  • Die Farben trocknen direkt nach dem Auftragen.
  • Es ist möglich sehr gute plastische Effekte zu erzielen (beispielsweise bei Kugeln o.ä.).
  • Es wird nur ein sehr dünner Farbauftrag benötigt um bereits eine hohe Deckkraft zu erzielen.

Nachteile:
  • Hin und wieder kommt es vor, dass der Sprühnebel dorthin zieht wo er nicht hin soll.
  • Nahezu jede scharfe Kante muss maskiert werden.
  • Zum Airbrushen benötigt man eine sehr teure Grundausstattung.
  • Man benötigt einen sehr hellen und stets gut durchlüfteten Raum.