Bleistift Coloration



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In dieser Rubrik findest Du eine Ansammlung an unterschiedlichen Antworten auf verschieden Fragen, was das Colorieren (soweit dies überhaupt der zutreffende Begriff ist) mit einem Bleibstift umfasst.

Bleistifte, man kann eigentlich prima auf ihnen herum kauen


An Bleistiften ist ja im Prinzip noch nichts Außergewöhnliches. Jeder hat mindestens ein Expemplar bei sich auf dem Schreibtisch oder in der Schublade herum liegen. Naja hin und wieder kaust Du gerne auf ihnen herum, aber dass man mit ihnen auch wunderschöne Bilder malen kann, wenn man nur den richtigen Bleistift an richtiger Stelle einsetzt, darüber denkst Du nicht allzu oft nach.

Was benötige ich eigentlich für meine Bleistiftzeichnungen an Material?


Eigentlich benötigst Du nicht wirklich viel. Für den Anfang reichen zunächst folgende Dinge:

  • beliebiges Papier
  • einen guten Spitzer
  • eine gutes Radiergummi
  • ein Knetgummi (je nach Bedarf)

Die meisten Dinge wirst Du erfreulicher Weise bei Dir zu Hause finden. Jedoch kommt es bei Bleistiftzeichnungen und ihren Effekte stark auf den Härtegrad des Bleistifts an.

Für was stehen diese komischen Buchstaben auf den Bleistiften?


Die komischen „Buchstaben“ bezeichnen die unterschiedlichen Härtegrade auf der einzelnen „Bleiern“. Der Buchstabe H steht hier für „hard“ und B unnatürlicher Weise für „black“, was aber eigentlich weich meint. Steht nun ein HB auf dem Bleistift meint dies den Härtegrad der sich genau mittig zwischen den beiden Extrema befindet. Ein Bleistift mit dem Härtegrad „HB“ ist auch das gängigste Zeichenmittel.

Die Härtegradverteilung in tabellarischer Form, splittet sich wie folgt auf:

Härtegrad
Verwendung
8B bis 5B
Hierbei handelt es sich um einen recht weichen Stift. Diesen kannst Du fast so leicht wie Pastellkreide auch, verwischen. Daher eignet er sich hervorragend für Schattierungen und Verläufe. Skizzen solltest Du jedoch vielleicht lieber mit einem etwas härteren Stift anfertigen, da die feinen Striche mit Deinen Du lediglich die Konturen andeuten möchtest sonst verschmieren würden.
4B bis 2B
Ein Bleistift der einen Härtegrad von 4B bis 2B aufweist ist zwar immer noch weich, lässt sich aber nicht mehr ganz so leicht verwischen. Strebst Du besonders weiche Übergänge an, bietet sich dieser Stift nicht an. Für ein Maß an Skizzen und weichen Übergängen ist er jedoch recht gut geeignet. Ein Vorteil dieses Stiftes ist die Tatsache, dass er kaum Spuren auf dem Papier hinterlässt wenn man ihn radiert.
 
Klassische Anwendungsfelder von einem 2B Bleistift sind Skizzen, Vorzeichnungen und lockere Zeichnungen.
B und HB
Die in aller Regel meist genutzten Stifte sind jedoch nach wie vor HB-Bleistifte. Diese eignen sich hervorragend für Skizzen aller Art. Zudem lässt sich mit einem HB-Bleistift letztlich auch ein vollendetes Werk verfassen. Einerseits verwischt das Bild nicht auf Anhieb und andererseits lässt sich der Strich trotzdem noch im Nachhinein bearbeiten. Einziger Nachteil bei diesem Verfahren ist jedoch die Tatsache, dass eine Radierung hin und wieder kleine Spuren auf dem Papier hinterlässt.
H bis 10H
Hin und wieder werden Bleistifte der Härte „H“ noch für Freihandskizzen verwendet. In den meisten Fällen beschränken sich ihre Anwendungen jedoch eher auf technische Zeichnungen. Ein Vorteil dieser Stifte ist die Tatsache, dass mit ihnen sehr feine und filigrane Linien möglich sind. Leider hinlassen die Stifte oft „Kratzspuren“ auf dem Papier.
F
F steht in diesem Falle für „fest“. Was den Härtegrad betrifft, bezeichnet dies einen Grad zwischen HB und B. Dies meint eine Mine, die nicht zu weich, jedoch auch nicht zu hart ist. Stifte mit der Härte „F“ besitzen die Eigenschaft sich wunderbar radieren zu lassen dabei jedoch nicht brüchig zu werden. Für Skizzen als auch für komplexe Zeichnungen eignet sich ein Bleistift mit diesem Härtegrad gleichermaßen. Zudem lassen sich auch Schattierungen mittels Schraffuren ebenfalls sehr gut mit einer feinen Mine realisieren.


Welchen Bleistift soll ich denn nun nehmen?


Möchtest Du eine einfache Skizze anfertigen, so ist es völlig ausreichend einen x-beliebigen Bleistift zu nutzen. Hast Du gerade keinen parat, tut es auch ein ganz ordinärer Kugelschreiber oder auch ein Stabilo-Stift. Für eine komplexe Gestaltung einer Zeichnung ist davon jedoch abzuraten. Allzu günstige Bleistifte neigen hin und wieder jedoch dazu, abzubrechen, wenn man versucht sie anzuspitzen.

Möchtest Du nun ein etwas aufwendigeres Bild gestalten, so bietet es sich an ein wenig tiefer in die Tasche zu greifen und Bleistifte von etwas höherer Qualität zu kaufen. Gängige Stifte sind beispielsweise Bleistifte von Faber-Castell, die Du in jedem Schreibwarenladen kaufen kannst.

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Weiter haben Bleistifte von den gängigen Marken die Zeichenbedarf herstellen meist eine wesentlich größere Auswahl an verschiedenen Produkten. Für den Anfang reicht ein Set aus Stiften der Stärke „B“, „HB“ und „2B“. Möchtest Du jedoch qualitativ hochwertigere Ergebnisse erzielen solltest Du Dir noch ein paar unterschiedliche Stärken kaufen.

Tipp: Im Set sind die ganzen Stifte ein wenig kostengünstiger.

Ein Knetradiergummi – ist das das gleiche wie Knete?


Nein, natürlich ist ein Knetradiergummi nicht zum kneten da. Seinen Namen verdankt es lediglich seiner Festigkeit, bzw. in diesem Fall seiner Elastizität. Der Knetradiergummi eignet sich hervorragend dazu, Flächen aufzuhellen. Dazu musst Du lediglich mit dem Radiergummi über die Flächen rollen. Aber auch mittels Tupftechnik bist Du dank des Knetradiergummis in der Lage, bestimmte Flächen Deiner Zeichnung aufzuhellen.

Der Knetradiergummi eignet sich hervorragend für dreidimensionale Lichteffekte, da man wunderbare und besonders fließende Schattierungsübergänge damit erzielt. Allerdings solltest Du vor dem Benutzen stets darauf achten, dass Dein Radiergummi nicht allzu dreckig ist. Bei vereinzelten verdreckten Stellen erreichst Du durch kneten eine Reinigung. Diesen Vorgang kannst Du jedoch nicht allzu oft wiederholen, denn irgendwann hat das Radiergummi, derart viel Graphit aufgenommen, dass es nur noch schmiert und Deine Zeichnung eher verschandelt, als sie zu verschönern.

Welches Papier nutze ich am allerbesten?


Diese Frage ist nicht allzu einfach zu beantworten. Die Effekte die Du mit einem Bild erzielst, sind stark abhängig von der Qualität und Beschaffenheit Deines Zeichengrundes, sprich Deinem Papier.

Während raues Papier eher viel Halt für Graphit bietet und die Linien eher dunkel und strukturiert wirken lässt, bietet satiniertes, also sehr glattes Papier eher wenig Halt. Auf sehr feinem Papier lassen sich Deine Linien jedoch recht weich zeichnen und es wird Dir entsprechend einfacher fallen weiche und fließende Schattierungen und Übergänge zu schaffen.

Für schnelle und improvisierte Skizzen reicht jedoch in aller Regel ganz ordinäres Druckerpapier aus um Deinen Gedanken und Ideen freien Lauf zu lassen. Die ausgearbeiteten Skizzen lassen sich dann später auf qualitativ hochwertigerem Papier wunderbar umsetzen. So sparst Du ein wenig Geld und übst zudem noch Deinen Strich.

Wie bekomme ich die Outlines aus meiner Zeichnung?


Solltest Du bei Deinen Zeichnungen Du Outlines, also Hilfslinien verwenden, wirst Du schnell feststellen, dass diese sich nicht immer gut entfernen lassen. Im schlimmsten Fall kann es Dir passieren, dass Du einen Teil Deiner Zeichnung mit wegradierst. Um dies zu vermeiden ist es möglich, das Bild zunächst auf normales Papier zu zeichnen und die wichtigsten Linien mit einem schwarzen Filzer beständig zu machen. Anschließend legst Du ein anderes Papierchen darüber und paust die wichtigsten Linien ab. Mit dieser Lösung kannst Du den Outline-Effekt wunderbar vermeiden.