OC-Speed Painting FAQ

Zurück zum Open Canvas Tutorial

Allgemeines zum Speed-Painting

Als Speed-Painting bezeichnet man im Allgemeinen eine besonders schnelle Vorhergehensweise bei der Arbeit mit einem digitalen Mal- und Bildbearbeitungsprogramm. Hierbei wird zunächst versucht mit möglichst wenigen Pinselstrichen recht effizient ein Bild zu erstellen. Die dazu verwendete Zeit spielt dabei keine Rolle. Doch ist der Zeitaufwand aufgrund der Anzahl der Pinselstriche meist eher gering.

Seit Einführung der Grafik-Tabletts fand das Speed-Painting eine weite Verbreitung im Bereich der digitalen Malerei. Aufgrund des Stiftes vom Grafik-Tablett ist eine recht schnelle und handliche Möglichkeit zu Tage gefördert worden zu Zeichnen.

Mittels so genannter Paintchats - hierbei handelt es sich um kooperative Malprogramme – ist so eine aussergewöhnlich schnelle Methode des Zeichnens realisierbar. Zudem ist es mit Hilfe der Paintchats möglich miteinander zu kommunizieren und in Echtzeit zu zeichnen.

Fazit 1: Man könnte also sagen, dass beim Speed-Painting eine Art Schnellskizze von einer Zeichnung angelegt wird. Die meisten Speed-Paintings benötigen kaum mehr als eine halbe Stunde. Sollte eine Zeichnung mal etwas detailreicher ausfallen, so kann es auch passieren, dass man 60 Minuten oder länger für seine Zeichnung benötigt.

Wozu benötige ich eigentlich Speedpainting?

Speed-Painting kannst Du überall dort einsetzen, wo Du schnell und effizient zeichnen musst. Beim Resultat des Speed-Painting muss es sich nicht zwangsläufig um Kritzeleinen handeln. Die Meinungen in der Kunstszene klaffen, was den Gehalt des Speed-Painting angeht jedoch weit auseinander. Viele Zeichner betrachten Speed-Paintings nicht als vollwertige Kunstwerke und sprechen ihnen eine ernsthafte Intention ab. Doch ein anderer Teil von Kritikern setzt diese Art der Kunst durchaus mit den Bildern von namhaften Künstlern gleich.

Du hast beim Speed-Painting eine vielseitig einsetzbare Möglichkeit Deine Ideen zu entfalten. Das Speed-Paint mag seinen Ursprung vielleicht in einer Skizze haben, doch diese ist oft der Grundstein für weiterführende und deutlich detaillierte Zeichnungen. Oft ist es die Idee, ein Stichwort, dass es festzuhalten gilt. Dies verhält sich ebenso wenn Du einen Text verfassen sollst und Dir Deine Inspiration beispielsweise im Lesen von Texten oder Beiträgen holst. In der Kunst geschieht dies oft mittels eines Skizzenbuchs. Hast Du just keins zur Hand eignet sich auch schon einmal der kleine Rand Deiner Vorlesungsnotizen.

Fazit 2: Speed-Painting eignet sich um:

  • Ideen schnell festzuhalten.
  • Sich grafisch jemanden schnell und effizient mitzuteilen.
  • um grafisch Brainstorming zu betreiben.

Weiter ist es mittels Speed-Painting möglich Farb- oder auch Kompositionsskizzen für ein aufwendiges Werk anzufertigen. Auch für eine Vielzahl an ähnlichen Zeichnungen, die sich nur ein einigen Details unterscheiden, eignen sich Speed-Paints hervorragend. Ebenso in der Filmproduktion werden zur Erstellung von Storyboards Speed-Paints verwendet.

Wichtig ist bei den Speed-Paints, dass sie zwar in kurzer Zeit entstehen, man aber deutlich erkennt, was auf ihnen dargestellt ist. Vor allem der Mitteilungsfaktor spielt bei den Speed-Paintings eine sehr grosse Rolle.

Wie beginne ich am besten, wen ich ein Speed-Paint erstellen möchte?

Möchtest Du ein Speed-Paint erstellen, benötigst Du als erstes ein entsprechendes Programm. Du kannst Dein Speed-Paint natürlich auch nur mit Stift und einem Stück Papier erstellen, doch dies hat im Bereich der PC-Koloration nichts zu suchen. Hier geht es einzig und allein um Zeichnungen, die mittels Grafikprogrammen realisiert werden.

Welche Programme verwende ich am besten?

Eine Auflistung der verschiedenen Programme findest Du im Bereich [PC-Koloration](PC-Koloration FAQ). Dort findest Du nicht nur Kolorierungsprogramme, sondern durchaus auch Programme, die Dir bei der Erstellung Deiner Zeichnungen behilflich sind. Interessant ist an dieser Stelle für Dich jedoch einzig und allein, dass es spezielle Grafik-Programme gibt, mittels derer sich das Speed-Painting realisieren lässt.

Die folgenden Bilder sollen jeweils zwei Beispiele darstellen die mittels wie ein Ergebnis, dass mittels Speed-Painting realisiert werden kann.

Kaum einer der Skizzen benötigt zur Erstellung mehr als zehn Minuten, sofern Du ein halbwegs geübter Zeichner bist.

Paint

Eigentlich reicht schon ein simples Zeichenprogramm wie beispielsweise MS Paint aus, welches zu Windows standardmässig dazu geliefert wird. Leider existiert bei diesem Programm keinerlei detaillierte Pinselstruktur wie bei anderen Grafikprogrammen. Zudem lassen sich mit dem Programm keine Layer erstellen. Auch kannst Du Dein Bild nicht Transparent gestalten. Jedoch für einfache Formen und Striche eignet sich auch dieses Programm zum Zeichnen.

Open Canvas, Photoshop & Co.

Photoshop oder ein ähnliches Programm, eignet sich da schon eher. Jedoch sind der Einstieg und die Anwendung in ein solches Programm nicht gerade einfach. Du solltest Dich zunächst nicht abschrecken lassen. Auch wenn Dir Photoshop und seine Freunde durch ihre Fülle und Möglichkeiten und durch ihre Komplexität auf den ersten Blick als ungeeignet für das Speed-Painting erscheinen mögen, so gib ihnen eine Chance.

Hast Du Dir erst einmal die Shortcuts oder die Tastaturkürzel für die rudimentären Funktionen angeeignet, so wirst Du schnell feststellen, dass es sich dabei ihm recht effiziente Software zum Speed-Painten handelt. Vor allem die Fülle an Farbwerten, die Dir die Programme wie „Photosphop“, „OC“ oder „Gimp“ durch seine umfangreichen Farbpaletten bieten, machen diese zum Zeichnen aller Art nahezu unerlässlich. Dies verhält sich eben so für die Farblayer.

Die folgenden Darlegungen beziehen sich allesamt auf die Erstellung von Speed-Paintings mittels des Programms „Open Canvas“. Solltest Du kein Benutzer dieses Programms sein, so ist dies auch nicht dramatisch. Nutze hierzu einfach die entsprechenden Schlagwörter nach und suche Dir die abweichenden Schritte einfach in der, zu Deiner Software passenden Schritte aus Deiner Hilfe heraus.

Ablauf im Überblick

Wie sieht nun eigentlich einer der groben Abläufe mittels OC aus? Hier eine kurze Gliederung zur Übersicht:

  • Erstellung einer (Kompositions-) Skizze
  • Zeichnen einer groben Farbskizze
  • Das Verfeinern Deiner Farbskizze
  • Ausrichten von Lichtern
  • Hinzufügen von Details
  • Detailarbeit: Lichter, Feinheiten und abschliessende Ausbesserungen
Die (Kompositions-) Skizze

Deine Skizze beschreibt den grundlegenden Part Deiner Gedanken. Sie ist es letztlich, die Basis Deiner Zeichnung darstellt und somit entscheidend für den Fortgang Deiner Zeichnung ist. Du solltest Dir also genau Überlegen, wie Du Deine Skizze zu Papier bringst.

Aller Regel nach besteht Deine Skizze aus einfachen Linien, Schattierungen, jedoch auch aus recht genauen Konturen und Formen. Auf Farben solltest Du zunächst verzichten. Denn bei Deiner Skizze handelt es sich lediglich um ein Grundgerüst Deiner eigentlichen Idee. Erst in den späteren Schritten soll Deine eigentliche Skizze mit Leben gefüllt werden. Dies ist auch der Grund, dafür Deine Linien und Konturen zunächst in einem blassen Grau zu halten. Denn sonst würden sie später die eigentlichen Verfeinerungslinien verfälschen.

Zur Anfertigung Deiner ersten Skizze ist es übrigens nicht unbedingt notwendig, dass Du sie direkt in dem Grafikprogramm Deiner Wahl anfertigst. Hierzu reichen oftmals ein Stück Papier sowie ein Bleistift auf. Die mittels der klassischen Methode entstandene Skizze kannst Du später einscannen und entsprechend Deines Grafikprogramms weiter bearbeiten. Die Papiervariante eignet zudem besonders gut, wenn Du recht detailreiche Zeichnungen erstellen möchtest, da ungeübte Zeichner am Bildschirm oft den Überblick über ihr Schaffen verlieren.

Hast Du jedoch irgendwann ein wenig Übung im Umgang mit Deinen Pixeln, sollte sich die Problematik mit der Übersicht der Pixel auch nicht mehr stellen. Vor allem machen Dir dann auch grössere Bilder keine Probleme mehr. Je öfter Du die hier erlernten Techniken anwendest, desto leichter wird es Dir später fallen Dein komplettes Bild immer feiner zu bearbeiten.

Vielleicht ist es ja hilfreich für Dich, wenn Du Dir beim Zeichnen vorstellst. Du würdest mit Deinem Auge an einen weit entfernten Ort hineinzoomen. Bei einer normalen Ansicht erkennst Du auch lediglich die äusseren Umrisse Deiner Umgebung. Zoomst Du nun hinein, kannst Du zwar Details erkennen, jedoch lediglich innerhalb des Ausschnittes in den Du hinein gezoomt hast. Oder durch ein Fernglas eine weit weg gelegenes Objekt betrachten. Diesen Effekt kannst Du ebenfalls auf das Zeichnen mit einem Grafikprogramm beziehen.

Wie eine Bearbeitung nach einem Zoom in einen Ausschnitt aussehen könnte sollen Dir folgende Beispiele von „Zeitwolf“ zeigen, die bei:

  • 100 % Zoomansicht
  • 150 % Zoomansicht
  • 200 % Zoomansicht

entstanden.

Fazit 1: Du zeichnest zunächst nicht ein vollständiges Objekt, sondern vielmehr als erstes Deine Umrisse. Erst nach diesem Schritt fügst Du die Details ein.

Die grobe Farbskizze

In diesem Schritt sollst Du ganz grob die einzelnen Partitionen Deiner Skizze kolorieren. Hierzu benutzt Du am besten ein multiplizierendes Layer. Damit erreichst Du, dass Deine Skizze auf Deiner Hauptebene vollständig erhalten bleibt. Dies ist besonders wichtig, denn falls Du Dich einmal verzeichnen solltest, kannst Du jedes Mal wieder zum Ursprung Deiner Zeichnung zurückkehren.

Zudem bieten Dir Layer die Möglichkeit nach Herzenslust auf Deiner Zeichnung herum zu malen und ein wenig zu experimentieren, denn schliesslich hast Du nichts zu befürchten. Wenn Du nun verschiedene Farbschattierungen anlegen möchtest, probiere am besten unterschiedliche Einstellungen im Bereich Kontraste und Helligkeit aus. Du wirst überrascht sein, welche Ergebnisse Du mit schon wenigen Veränderungen in diesem Bereich erzielen kannst.

Die Begrifflichkeit der Farbe mag an dieser Stelle vielleicht ein wenig irreführend sein, denn hiermit soll nicht nur „Rot“, „Gelb“ oder „Blau“ oder deren Abstufungen gemeint sein, sondern auch vielmehr Grau-, Schwarz und Weisstöne. Beschränkst Du Dich bei der Koloration jedoch auf die grauen, schwarzen und weissen Farbtöne, so kann es unter Umständen, dass es Deiner Zeichnung eine recht morbide Stimmung verleiht. Oft hilft es da schon ein wenig Brauntöne mit einzubinden oder gar noch weitere Farben zu verwenden.

Jedoch ein kleiner Tipp am Rande. Man muss nicht jede Farbe in einem Bild verwenden, die eine Farbpalette hergibt. Oft reichen auch schon ein paar unterschiedliche Farben und ihre unzähligen Nuancen.

Hinweis: Irgendwann wird der Zeitpunkt kommen an dem Du Dich entscheiden musst ob Du das Gerüst Deiner Zeichnung bei behältst oder nicht.

Es ist auf jeden Fall sinnvoll, die unterste Ebene als Layer zu erhalten oder sie in einer anderen Art und Weise irgendwie zu sichern. An ihr kannst Du Dich bei Deinen Zeichenexperimenten immer wieder orientieren. Hast Du weitere Ebenen erstellt kannst Du die Details schliesslich in jeder Ebene Stück für Stück verändern. Denn Dein eigentliches Endresultat der ineinander kopierten Ebenen in Summe, sieht letztlich nicht anders aus, als die einzelnen Ebenen, die übereinander liegen.

Solltest Du jedoch noch nie mit mehreren Ebenen gearbeitet haben, könnte sich diese Art zu zeichnen, als recht gewöhnungsbedürftig heraus stellen. Doch auch hier gilt der Erfahrungswert. Beachte aber vor allem beim Arbeiten mit unterschiedlichen Layern Folgendes:

Hinweis: Ebenen mit unterschiedlichen Modi, wie beispielsweise dem „addieren“, „substrahieren“ oder auch einfach nur dem „multiplizieren“ können nicht ineinander kopiert werden.

Das Verfeinern Deiner (Farb-) Skizze

Nun kommt ein der etwas müssigere Teil Deiner Arbeit. Das Verfeinern Deiner Farbskizze. Hier werden Kontraste mit Schatten und klaren Abgrenzungen zum Vordergrund, zum Mittelgrund und auch zum Hintergrund erstellt.

Objekte, die sich zu einem späteren Zeitpunkt nicht allzu sehr voneinander unterscheiden sollen – dies bezieht sich meist auf den Hintergrund – solltest Du nicht mit allzu unterschiedlichen Tönen und Helligkeiten kolorieren, da sie sonst dem Betrachter Deiner Zeichnung allzu sehr ins Auge stechen könnten.

Tipp: Zum Hintergrund hin werden die meisten Dinge oft unscharf. Dies kannst Du ebenfalls beobachten, wenn Du in der freien Natur einmal in die Ferne blickst. Dort solltest Du auch nur recht schwer die einzelnen Konturen erkennen können.

Dieser kleine Hinweis eignet sich hervorragend für das Speed-Painting. Denn Details im Hintergrund kannst Du bei diesem Verfahren getrost vernachlässigen und brauchst so nicht allzu viel Zeit in den Hintergrund zu investieren. Beim Speed-Painting spielt das eigentliche Motiv vielmehr die Hauptrolle. Halte Dich entsprechend nicht mit Nebensächlichkeiten auf.

Lichter und Lichteffekte setzen

Auf die Lichter, die in den voran gegangenen Abschnitten bereits erwähnt wurden, soll nun in detaillierter Form eingegangen werden. Da sich Licht und Schatten mehr als relevant auf eine Zeichnung auswirken können, soll ihnen in diesem Tutorial eine besondere Bedeutung beigemessen werden.

Bereits schon ein paar kleine und geringe Striche die mittels einer hellen Farbe realisiert werden, können ein recht unscheinbar wirkendes Objekt oft bereits schon immens hervorheben. Das Wortspiel „Etwas oder Jemanden ins recht Licht rücken“ kommt an dieser Stelle nicht von ungefähr.

Ein Beispiel wie bereits schon wenig Licht einen recht grossen plastischen Effekt erzielt soll folgendes Beispiel nun geben:

Hast Du vielleicht zunächst einmal keine konkrete Idee wie Licht sich allgemein verhalten könnte, hilft es meist sich einfach eine Lampe zu nehmen und an einem realen Objekt ein wenig zu experimentieren. Wie und wohin fällt der Schatten? Streut das Licht oder scheint es direkt, klar und gerade auf ein Objekt. Handelt es sich um warmes oder kaltes Licht? Hierzu benötigst Du lediglich eine Taschenlampe, eine Kerze oder Petroleumlampe.

Das Hinzufügen der Details

Zwar beinhaltet Dein Speed-Paint schon eine ganze Menge an Informationen, doch nun soll es schliesslich ans Eingemachte gehen – nämlich an die Details. In diesem Schritt werden Farben, Licht und Schatten zu natürlichen Formen zusammen gefügt. Dies lässt sich oft durch recht simple Schritte realisieren. Zudem soll es Dir mittels der Darstellung kleiner Details wesentlich leichte fallen, darzustellen was Deine eigentliche Idee darstellt.

Tipp: Vertiefe Dich jedoch nicht allzu sehr in Details. Auch diese lassen sich hin gerne andeuten.

Man muss nicht gleich die Mikrofaser eines Stoffes zeichnen um die Details des Stoffes den es darzustellen gilt, hervor zu heben. Oft reichen schon ein paar einfache Striche aus um ein Detail anzudeuten.

Als Beispiel soll hier folgendes Bild angebracht werden:

Vielmehr lässt sich durch die Einbettung in den Gesamtkontext bereits erkennen, was mit einem einzelnen Strich oder einem einzelnen Schatten gemeint ist. Wie in dem oben angebrachten Beispiel der Mund, die Nase oder die Augenbrauen.

Verfeinerung der Details, des Lichts und der Schatten

In diesem letzten und finalen Schritt solltest Du noch einmal ein wenig Finetuning betreiben. Falls Dir das als zuviel Arbeit erscheint, kannst Du diesen Schritt natürlich auch getrost weglassen. Dich einen Zacken aus der Krone brechen wirst Du Dir nicht.

Bevor Du Dein Bild nun final abspeicherst, solltest Du Dir noch einmal jeden Bereich ganz genau betrachten und ein wenig in die einzelnen Ausschnitte hinein zoomen. Hier noch mal eine kleine Checklist an Fragen:

  • Sitzen alle Lichtquellen an der richtigen Stelle?
  • Sind alle akzentuierten Schatten ordnungsgemäss gezeichnet?
  • Ist Dein Hauptmotiv ordentlich in Szene gesetzt?
  • Lenkt evtl. das Licht ein wenig von Deinem eigentlichen Hauptmotiv ab?
  • Sind die gewählten Farben alle stimmig?
  • Existieren noch irgendwelche groben Schnitzer?

Wieso diese Checkliste? Meine Zeichnung ist doch fertig …

Hin und wieder hilft es eine Zeichnung mit dem richtigen Abstand noch einmal zu betrachten. Auch empfindet man zum Schluss noch ein fehlendes Detail als vorteilhafter oder seine Zeichnung etwas überladen. All dies sind Dinge die man erst mit einem gewissen Abstand zu seiner Zeichnung wahrnehmen kann.

Hierzu aber nun folgender Tipp: Speicher Deine Zeichnung erst wirklich dann ab, wenn Du auch völlig zufrieden mit ihr bist.

Zusätzliches

Du kannst natürliche alle Zeichnungen mittels Deiner Maus zeichnen. Möchtest Du jedoch länger grafisch arbeiten, bietet sich früher oder später ein Grafiktablett für Dich an. Allein die Handhabung mit einem GT ist deutlich einfacher und genauer als mit einer Maus.

Hast Du Dir einmal ein Grafik-Tablett angeschafft. Pflege dies sorgfältig. Weder gehört der Stift des GT’s in eine Kaffeetasse, noch sollte das Tablett dreckig sein. Denn ein dreckiges Tablett wirkt sich sofort auf die Zeichenqualität aus.

Beim Kauf solltest Du unbedingt darauf achten, dass der Stift, der beim Paket enthalten ist, einen Spitzensensor besitzt. Zudem sollte er, ähnlich wie bei der Mausfunktion auch, einen Rechtsklick und einen Radierer besitzen. Dies wird sich früher oder später für Dich als recht nützlich heraus stellen. Es könnte Dir sonst passieren, dass Du für jeden Rechtsklick den Stift aus der Hand legen und die Maus dazu bedienen müsstest.

Hast Du Dich einmal in die Arbeit mit dem Grafiktablett eingearbeitet, wirst Du es gar nicht mehr missen möchten. Beim arbeiten mit dem Grafik-Tablett, hältst Du aller Regel nach in der linken Hand die Tastatur und in der rechten Hand Deinen Stift. Dies ist einerseits eine recht natürliche Handhabung und hat zudem noch den Vorteil, dass Du nicht wie bei der Mausnutzung, stets den Stift zur Seite legen musst. Zudem hast Du die Möglichkeit die wichtigsten Handgriffe mittels Tastaturkürzel recht zeitsparend einzugeben. Die meisten der Kürzel erreichst Du über die Taste „Strg“ oder „Ctrl“ die allgemein auch für die Begriffe „Steuerung“ und im Englischen auch für „Control“ steht. Im Folgenden nun eine Auflistung der wichtigsten Kürzel.

Tastaturkürzel

Hier nun die wichtigsten Kürzel als Tastaturbelegung.

  • I = Farbe auswählen / Pipette benutzen
  • B = Pinselwerkzeug (vorherige Einstellung beibehalten)
  • V = Verschieben (Bei dieser Funktion solltest Du bedenken, dass wenn Du eine Ebene aus Deiner aktuellen Arbeitsfläche hinaus schiebst, sie verloren geht)

Hier nun einige weitere Funktionen, die Dir in Deiner Kariere als Zeichner mit Open Canvas noch ein wenig zur Seite stehen sollen, etwas mehr im Detail beschrieben.

Quicksafe

Eine der wohl wichtigsten Funktionen im Umgang mit OC, ist die Funktion „Quicksafe“. Sie ermöglicht es Dir Deine Zeichnung wieder zu rekonstruieren, sollten Dir einige Schnitzer passiert sein. Mittels Quicksafe ist es Dir beispielsweise möglich mittels des simplen Tastaturbefehls „Alt+V“ Deine Zeichnung als BMP (Bitmap) abzuspeichern. Gerade am Anfang wird Dir im Umgang mit Open Canvas hin und wieder ein kleiner Schnitzer passieren. Dann wirst Du glücklich sein, wenn Du den ursprünglichen Zustand Deines Bildes wieder aufrufen kannst.

Event Datei

Bei dieser Funktion handelt es sich um ein Feature der besonderen Art. Mit des Werkzeugs „Event Data“ ist es möglich, den Verlauf Deiner Zeichnung vom ersten bis zum letzten Pinselstrich nachzuvollziehen.

Möchtest Du also noch einmal jeden einzelnen Strich betrachten, den Du im Dasein Deiner Zeichnung getätigt hast, kannst Du dies in einem langsamen oder auch in einen schnelleren Modus tun. Quicksafe eignet sich zudem noch zusätzlich, wenn Du die Entstehung einer Zeichnung dokumentieren möchtest.

Auch wenn Du einmal vergessen haben solltest mittels Quicksafe Deine Zeichnung abzuspeichern, bietet Dir Event Datei die Möglichkeit Deine Datei in einem bestimmten Zustand erneut aufzurufen. Denn mittels dieser Funktion lassen sich ebenfalls bestimmten Phasen des Events als Bitmaps abzuspeichern.

Paintchat

Bei Paintchat handelt es sich um ein Applet, das Zeichnern erlaubt gemeinsam auf unterschiedlichen Canvas miteinander zu zeichnen. Zudem haben die Zeichner noch die Möglichkeit sich untereinander via Chat zu unterhalten. Inwieweit diese Funktion nützlich für Dich ist musst Du allerdings selbst herausfinden.