Paint Shop Pro Masken Tutorial

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Allgemeines

In diesem Bereich soll Dir eine kleine Einführung zum Thema Arbeiten mit Masken dargelegt werden. Falls Dir zu unserem Informationen noch weitere fehlen, bist Du natürlich herzlich eingeladen diese hier (konstruktiv) mit einzubringen. Solltest Du noch nie ein Tutorial oder einen Wiki-Artikel geschrieben haben, wird Dir vielleicht hier weiter geholfen werden.

Was ist eine Maske?

Die meisten Menschen stellen sich unter einer Maske ein Objekt vor, hinter der man sich versteckt. Doch was meint eine Maske im Sinne der Grafik- und Bildbearbeitung? Wenn Du ein wenig Fantasie aufbringst und etwas Abstraktionsvermögen aufweist, kannst Du Dir eine Maske auch als eine Art Folie vorstellen. Diese Folie besteht aus einer beliebigen Anzahl an Graustufen.

Faustregel 1: Je dunkler Deine ausgewählte Farbe ist, desto weniger kannst Du durch Deine Folie hindurch sehen.

Wozu eigentlich eine Maske?

Masken werden verwendet, um beispielsweise die Deckfähigkeit einer Ebene zu beeinflussen. Mit ihnen ist es so möglich beeindruckende und besonders effektvolle Farbübergänge zu gestalten. Mittels der Arbeit mit Masken ist es Dir so möglich verschiedene Bilder ineinander übergehen zu lassen.

Wo lege ich eine Maske am besten an?

Eine Maske legst Du am besten auf einer für sie eigens angelegten Ebene im Rasterformat an. Hierdurch ist es Dir möglich, alle Werkzeuge und Funktionen zu nutzen, welche Du auf der Raster-Ebene verwenden kannst. Hierin besteht nun auch der eigentliche Vorteil einer Maske.

Worin liegt nun eigentlich der Unterschied zwischen Maske und Ebene?

Bei einer Ebene veränderst Du automatisch die komplette Deckfähigkeit einer Ebene. Bei einer Maske hingegen kannst Du einzelne Stellen nach Belieben modifizieren. So ist es Dir also auch möglich einzelne Bereiche Deines Bildes darzustellen. Beispielsweise kannst Du mit dieser Methode auch einzelne Bereiche „unsichtbar“ darstellen.

Faustregel 2: Eine Maske wird immer als eigene Ebene angelegt.

Hinweis: Verschiebst Du diese Ebene die Du maskieren möchtest, passt die Maske nicht mehr zu Deinem eigentlichen Bild, da sie nicht mit verschoben wird.

Eine Maske lässt sich jedoch problemlos mit einer einzelnen Ebene verbinden und so diese ihr zuzuordnen. Weiter kannst Du eine Maske jederzeit speichern und entsprechend auch wieder aufrufen.

Wie das Resultat zweier Bilder durch die Modifikation zweier Masken aussehen könnte soll dir das folgende Beispiel (Abbildung 1) zeigen.

Abbildung 1

Wie erstelle ich eine Maske aus einem Bild?

Hier soll Dir nun erklärt werden, wie Du in einfachen drei Schritten eine Maske mittels des Grafikprogramms „Paint Shop Pro“ erstellst.

Schritt 1

Bevor Du maskieren kannst, benötigst Du zunächst ein existierendes Bild oder Du erstellst Dir bereits ein simples Bildobjekt. Als Anschauungsbeispiel habe wurde hier einfach ein Bild einfaches Bild gewählt, dessen Rand mit einem Airbrush-Tool besprüht wurde wie in Abbildung 2 zu sehen ist.

Abbildung 2.

Auch hierbei gilt die Faustregel 1, je heller die von Dir gewählten Farben, desto sichtbarer werden später die Bereiche werden, über die Du die Maske legst.

Schritt 2

Der nächste Schritt ist ebenso simple wie der vorherige. Nun musst Du Deiner Software noch erklären, dass es sich bei Deinem Bild noch um eine Maske handelt. Hierzu klickst Du im Menu unter dem Punkt „Masken“ auf die Funktion „Neu“. Hier solltest Du wählen können um Du Deine Maske aus einem Bild oder einer anderen Quelle erstellen möchtest. Alternativ kannst Du auch mit der rechten Maustaste auf die aktive Ebene klicken und eine neue Maske erstellen.

In dem Dialogfenster sollte nun eine Checkbox stehen, wo Du angeben kannst ob die Helligkeit der Quelle gesetzt werden kann. Dieses Häkchen klickst du nun an. Die Stärke der Maskierung wird durch die Helligkeit der Farben bestimmt, dies wurde je bereits im voran gegangenen Abschnitt erwähnt (siehe auch Faustregel 1).

Abbildung 3

Nun soll der einst schwarze Bereich Deiner Maske noch transparent dargestellt werden. Dies heisst, dass die schwarzen Ränder nun nicht mehr zu sehen sind, dafür aber der weisse Hintergrund ins Auge sticht.

Abbildung 4

Diese Maske solltest Du nun zunächst einmal abspeichern. Hierzu klickst Du lediglich im Menüpunkt die Funktion „Als Datei speichern“ an. Anschliessend öffnet sich automatisch der Maskenordner. Jetzt musst Du Dir lediglich noch einen Namen für Deine Maske überlegen und Fertig ist Dein Werk!

Schritt 3

Als nächstes öffnest Du ein Bild, welches Du mit Deiner Maske versehen möchtest und lädst Du Maske mit der Funktion „Maske mittels der Funktion „Datei öffnen“ auf die entsprechende Bildebene. Nun wird Deine Maske mit dem Bild versehen wie dies in Abbildung 5 gezeigt.

Abbildung 5.

Das Beispiel zeigt eine Mögliche Variante, wie Du eigene Bilderrahmen für Fotos oder andere Zeichnungen mit Hilfe der Maskierfunktionen aus „Paint Shop Pro“ erstellen kannst. Zwar ist nun der Hintergrund Deiner Zeichnung weiss, jedoch kannst Du auch hier wieder wie bei dem gleichen Verfahren eben, die Transparenzfunktion anwenden. Danach sollte nun nur noch Dein eigentlicher Rand zu sehen sein.

Da der vorher schwarze Bereich als Maske gespeichert wurde, ist dieser nun transparent und Du kannst auf der eignen (aktuellen) Ebene nach Belieben noch weitere Farben hinzufügen.

Bild in Bild –Übergänge

Hier soll in wenigen Schritten ein fliessender Übergang zweier Bilder ineinander geschaffen werden. Zur Anschauung wurden hier zwei recht bekannte Bilder gewählt. Bei dem ersten Handelt es sich um ein Bild von dem deutschen Dichter „Johan-Wolfgang Goethe“ und bei dem Zweiten um die „Skyline“ der Stadt Frankfurt.

Schritt 1

Als erstes soll aus dem Goethe-Bild der Hintergrund entfernt werden. Dies erreichst Du am besten, wenn Du zunächst den zu bearbeitenden Teil mit einem Auswahlwerkzeug markierst. Hierzu eignet sich hervorragend das Lasso-Werkzeug. Hast Du den Bereich ausgewählt kannst Du in nun transparent gestalten.

Tipp: Wenn Du nun noch die Funktion „Antialliasing“ anwendest erzielst Du ein noch saubereres Ergebnis. Ein mögliches Resultat Deiner Bemühungen kannst Du in Abbildung 6 betrachten.

Abbildung 6.

Schritt 2

In diesem Schritt wird auf dem Bild mit der Skyline, welches später als Hintergrundbild fungieren soll eine (neue) Rasterebene angelegt, auf der das eigentliche Bild (Goethe) eingefügt werden wird.

Abbildung 7.

Als Collage wirkt das neue Bild schon mal nicht schlecht, jedoch gibt es noch ein klein wenig Optimierungsbedarf. Denn Du möchtest ja transparent-fliessende Übergänge gestalten.

Schritt 4

Wie gestaltest Du denn nun eigentlich Deine Übergänge? Nichts einfacher als das! Hierzu musst Du lediglich zunächst Deine ganzen Bereiche als „unsichtbar“ markieren. Dies geht am besten indem Du das Tastaturkürzel „Shift + Y“ anwendest.

Alternativ findest Du im Menü unter dem Punkt „Masken“, die Funktion „Neu“, wo Du „Alles unsichtbar“ anwählen kannst. Nun sollte das Goethe-Bild unsichtbar sein. Wählst Du nun unter dem Punkt „Masken“ die Funktion „anzeigen“ sollte nun das Goethe-Bild verschwunden und die Ebene wo sich das Bild einst befand, nun in einem halb-transparenten Rot dargestellt werden.

Hinweis: Mit diesem Rot wir die Maske gekennzeichnet.

Abbildung 8.

Schritt 4

Nun muss noch ein wenig die Deckfähigkeit Deines Bildes angepasst werden. Wie bereits erwähnt soll nun ein weicher Übergang gestaltet werden. Dieser wird von links nach rechts verlaufen. Hierzu klickst Du nun im Menüpunkt „Masken“ auf die Funktion „Bearbeiten“. Alternativ zum Weg über das Menü kannst Du die Funktion auch mittels des Tastaturbefehls „Strg + K“ realisieren.

In Deiner Farbpalette werden nun die Graustufen entsprechend dargestellt. Auch hier gilt die Regel 1 „Je heller, desto sichtbarer. Je dunkler desto unsichtbarer später der Übergang“. Nun solltest Du die Vordergrundfarbe auf „Farbübergang“ stellen und dort den „linearen Stil“ auswählen. Mittels des Werkzeugs „Fülleimer“ oder auch einfach nur „Eimerchen“ kannst Du nun die Maskenebene ausfüllen. Nun sollte eigentlich Dein Goethebild leicht transparent erscheinen.

Durch die Anpassung der einzelnen Grautöne kannst Du schliesslich mit der Deckfähigkeit ein wenig spielen. Mögliche Optionen wären hierbei weniger Hellgrau anstelle von Weiss, Dunkelgrau anstelle von Schwarz etc. Wie Deine Zeichnung nach dieser Anpassung nun aussehen könnte soll Dir das Beispiel in Abbildung 9 zeigen.

Abbildung 9.

Schritt 5

Nun kannst Du endlich zum finalen Schlag ausholen. Möchtest Du nun Deine Masken ausblenden, reicht es eigentlich schon aus erneut auf die Funktion „Maske anzeigen“ zu klicken. Nun solltest Du Dein Werk in voller Pracht betrachten können. Solltest Du mit dem Ergebnis allerdings noch nicht zufrieden sein, steht es Dir frei die Maske erneut einzublenden und sie ein wenig zu überarbeiten.

Alternativ kannst Du auch an der Deckfähigkeit der Maske in Deiner Zeichnung arbeiten oder sie komplett entfernen. Diese Prozedur des Finetunings wiederholst Du einfach solange bis Du mit dem von Dir erzeugten Ergebnis zufrieden bist. Nun kannst Du in aller Ruhe Deine Ebenen miteinander verbinden.

Abbildung 10.

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