Photoshop Haare Tutorial

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Allgemeines

An dieser Stelle soll zunächst eine Hilfe zum kolorieren von Haarpartien entstehen. Dies mag zunächst vielleicht ein wenig kompliziert erscheinen, benötigt aber insgesamt nur 7 Schritte. Falls Du noch weitere Anregungen haben solltest, wie man Haare im Anime- und Manga-Bereich kolorieren kann bist Du natürlich herzlich eingeladen, Dich an dieser Stelle mit einzubringen.

Bei diesem Tutorial handelt es sich um eine Hilfestellung, die sich speziell auf das Programm Photoshop bezieht. Solltest Du jedoch ein anderes Programm verwenden, ist das allerdings auch kein grosses Problem, denn dann musst Du lediglich nach den entsprechenden Stichpunkten in der Hilfe Deiner Software suchen und dann solltest Du fündig werden.

Verwendete Software und Hardware

Zur Erstellung der Koloration wurde das Grafikprogramm „Adobe Photoshop CS“ genutzt. Hierbei handelt es sich um den Nachfolger von Adobe Photoshop 7. Weiter bietet es sich an zum Zeichnen ein so genanntes Grafiktablett oder auch GT zu benutzen. Auch wenn Photoshop zunächst ein wenig abschreckend aufgrund der Fülle seiner Funktionen auf Dich erscheinen mag so handelt es sich dabei um ein doch recht mächtiges Werkzeug, dass von vielen Grafikern gerne verwendet wird.

Nimmst Du Dir ein wenig Zeit um Dich auf das Programm einzulassen wirst Du viel Freude damit haben.

Erstellen Deiner Vorlage

Als ersten Schritt solltest Du die Vorlage, nach der Du zeichnen möchtest öffnen. Dabei kann es sich um Bild handeln, welches Du bereits gezeichnet hast oder alternativ kannst Du Dir auch ein völlig neues erstellen.

Zu diesem Zeitpunkt kannst Du auch direkt die Einstellungen für Deine Ebenen vornehmen. Zum Zeichnen bietet sich ein Airbrush-Tool mit einer Deckkraft von ca. 19 Pixeln sehr gut an. Wenn Du möchtest, kannst Du den Durchmesser Deines Airbrush-Pinsels noch entsprechend einstellen.

Die Haare Deiner Zeichnung weisen noch keine Farbe auf, dies könnte beispielsweise wie in Abbildung 1 folgendermassen aussehen:

Abbildung 1.

Die Hintergrundfarbe Deiner Haare

Zunächst grundierst Du die Haare mit der Farbe Deiner Wahl. Hierbei ist es wichtig, die hellste Farbnuance zuerst zu verwenden, da ja später noch Schattierungen aufgetragen werden. Du arbeitest also von hell nach dunkel.

Beim Auftragen der Farbe solltest Du möglichst genau vorgehen. Falls Du doch einmal etwas ungenau arbeiten solltest, ist dies nicht weiter verwerflich, denn das kann den besten Künstlern passieren.

Das Resultat Deiner Bemühungen könnte nun folgendermassen aussehen:

Abbildung 2

Einfügen einer neuen Ebene

Nun fügst Du erneut eine neue Ebene ein. Dies gruppierst Du nun direkt über der ersten Ebene. Nun wählst du für Deine Schattierungen eine etwas dunklere Farbe als die erste und ziehst entsprechend eine Haarsträhne nach. Dies machst Du Strähne für Strähne. Zwar ist die Arbeit ein klein wenig mühselig, doch sie lohnt sich. Nachdem Du die dunklen Schattierungen in Deine Haare eingearbeitet hast, haben Deine Haare bereits etwas an plastischer Optik gewonnen. Doch die Optik lässt sich noch ein wenig verfeinern. Ein mögliches Resultat könnte zunächst einmal folgendermassen aussehen:

Abbildung 3.

Und noch eine neue Ebene

Auch in diesem Schritt erstellst Du eine weitere Ebene. Im Endeffekt wiederholst Du den Schritt von eben wie gehabt nur mit dem Unterschied, dass Du eine andere Farbe dabei verwendest. Auch bei der aktuellen Farbwahl ist es wichtig, dass Du eine dunklere Farbe verwendest, als die zuvor angewendete. Auch in diesem Schritt greift also die Regel „von hell nach dunkel zu arbeiten“.

Lichteffekte

Hast Du Deine Zeichnung noch nicht gespeichert, empfiehlt es sich auf jeden Fall dies einmal zu tun. Nun gilt es die einzelnen Haarebenen auf eine einzige zu reduzieren. Doch vorher solltest Du eventuelle Fehler in Deiner Zeichnung noch beseitigen.

Zudem kannst Du die einzelnen Haarsträhnen noch ein wenig verfeinern. Hierzu nimmst Du ein Verswisch-Tool (In diesem Fall den Wischfinger) und verwischst die einzelnen Strähnchen leicht ineinander. Somit erzielst Du schöne und nicht allzu harte Übergänge.

Anschliessend benutzt Du das Werkzeug „Abwedler“ und setzt den Lichter-Modus auf etwa 10 %. Nun kannst Du neben Deinen Schattierungen noch ein paar kleinere Lichteffekte in Deine Zeichnung einbauen. Es sollte am einfachsten sein, wenn Du mit der Fläche beginnst, die am grössten ist. Nun ziehst Du vom Lichtstrahl ausgehend, einfach Deine Bist Du mit diesem Schritt fertig könnte Deine Zeichnung ähnlich wie auch in Abbildung 4 aussehen.

Abbildung 4.

Abwedler Ahoi

Zwar hast Du nun die Lichtschimmer-Streifen schon in Deine Haarpartien eingearbeitet, doch kannst Du noch um das ganze ein wenig abzurunden mit dem Abwedler über die einzelnen Streifen überarbeiten. Strähne für Strähne kannst Du nun mit dem Abwedler ein wenig nach belichten. Ein mögliches Resultat zeigt Abbildung 5:

Abbildung 5.

Last but not least

Eigentlich könntest Du nun den Eindruck gewinnen, dass Du nun fertig bist. Dem ist leider mit Nichten so. Bevor Du Deine Zeichnung nun final abspeicherst, kannst Du ihr mit ein wenig Feintuning den letzten Schliff verleihen. Nachdem Du mit Deinem Abwedler-Tool die einzelnen Lichtstreifen noch einmal nachgezogen hast, kannst Du erneut mit Deinem Airbrush-Pinsel über die einzelnen Lichtstreifen malen. Somit erzielst du den Effekt, dass Die Haare Deines Charakters einen besonders weichen Touch erhalten.

Auch bei einzelnen und abstehenden Haaren eignet sich dieses Verfahren sehr gut. Hier bietet es sich allerdings noch zusätzlich an, nicht wie im Einfügen der Lichteffekte die Ebenen auf eine einzelne Ebene reduziert sondern die hellsten Farben bereits auf der entsprechenden Ebene mit dem Abwedler-Tool zu bearbeiten.

Hast Du auch diesen letzten Schritt vollbracht, kannst Du Dein Bild getrost abspeichern. Nach diesem Schritt könnte Deine Zeichnung schliesslich folgendes Resultat aufweisen:

Abbildung 6.

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