Photoshop Layer Tutorial

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Allgemeines

In diesem Tutorial dreht sich alles um das Arbeiten mit unterschiedlichen Layern – sprich Ebenen. Bei der Software „Adobe Photoshop“ handelt es sich um eine recht komplexe Software, daher soll Dir diese Hilfe beim Erstellen Deiner Fanarts als kleines Helferlein zur Seite stehen.

Zum Zeichnen empfiehlt es sich ein Grafik-Tablett zu nutzen. Aufgrund der natürlichen Handhabung des Stiftes lässt sich damit deutlich einfacher und vor allem wesentlich genauer zeichnen, als mit einer herkömmlichen Maus.

Grundlagen zur Arbeiten mit Ebenen

In diesem Teil dieses HowTo’s geht es um die grundlegenden Funktionen, die Dir beim Arbeiten mit Layern zur Verfügung stehen. Alle weiteren Details werden dann im kommenden Abschnitt besprochen. Falls Dir noch weitere Aspekte zum Thema Grundlagen hier einfallen, bist Du an dieser Stelle herzlich eingeladen Dich hier mit einzubringen.

Was genau ist eigentlich eine Ebene?

Ebenen lassen sich recht einfach beschreiben. Sie wirken bei den meisten Grafik-Programmen wie durchsichtige Folien, die man einfach übereinander legen kann. Bestimmt hast Du schon mal irgendwann mit Transparent-Folien gearbeitet – sei es zum durchpausen oder bestimmte Bereiche einer Zeichnung einzeln zu bearbeiten – mit Layern ist dies ebenso möglich.

Viele Zeichner lassen sich zunächst von dem Zeichnung mit Layern abschrecken, doch ist einem erst einmal der Umgang mit ihnen geläufig, stellen sie beim Zeichnen ein sehr mächtiges und ebenso hilfreiches Werkzeug dar, mittels dessen Du fantastische Effekte erzielen kannst.

Ebenenansicht

Öffnest Du eine gezeichnete oder eingescannte Zeichnung in Deinem Photoshop, sollte sich direkt Dein Ebenenfenster öffnen. Ist dies nicht der Fall, kannst Du dieses einfach im Menü „Ebenen anzeigen“ aktivieren. Zu Beginn hast Du lediglich eine einzelne Ebene. Photoshop bezeichnet diese mit dem Default-Namen „Hintergrund“, wie dies in Abbildung 1 gezeigt ist.

Abbildung 1.

Eigentlich kannst Du nun direkt mit der eigentlichen Koloration beginnen. Problematisch wird es jedoch erst dann, wenn Du einen Fehler beim Zeichnen gemacht hast und etwas weg radieren möchtest. Meist kannst Du nicht wirklich so fein und genau radieren wie Du möchtest, statt dessen löschst Du in fast allen Versuchen immer ein wenig zuviel weg, da jeder Radierer immer ein wenig zu grossflächig radiert.

Um diesen Effekt zu vermeiden, erstellst Du als erstes eine neue Ebene. Auf eben dieser Ebene kannst Du nun die eigentlichen Farben auftragen. Stell Dir diese Ebene einfach als eine Art transparente Folie vor, auf der Du nach Lust und Laune zeichnen kannst. Falls Du dann doch noch mal einen Fehler gemacht haben solltest, kannst Du Deine Koloration einfach wieder von Deiner Folie löschen, ohne dabei Deine ursprüngliche Zeichnung zu zerstören.

Wie erstelle ich eine neue Ebene?

Dies mag zunächst komplizierter erscheinen als es eigentlich ist. Um eine neue Ebene zu erstellen bietet Photoshop zwei recht einfache Methoden:

1. Erstellen einer neuen Ebene mittels des Funktionsaufrufs

Hierzu musst Du lediglich in der Menüleiste unter dem Punkt „Ebene“ die Funktion „Neu“ anwählen. Dort findest Du entsprechend den Unterpunkt „Ebene“. Wählst Du diesen an, geht das Ebenenfenster auf und Du hast eine neue Ebene erstellt.

2. Erstellen einer neuen Ebene mittels Tastatur-Shortcut

Ist dir das Aufsuchen der entsprechenden Funktion mit der Maus zu umständlich bietet Photoshop das Tastaturkürzel „Strg + Umschalt + N“ (auf einer englischen Tastatur musst Du natürlich „Ctrl + Shift + N“) benutzen.

Nun sollte ein kleines Fenster in der Ansicht erscheinen indem Du den von Dir erstellten Ebenen einen Namen oder eine Farbe zuordnen kannst. Dies ist wichtig, damit Du Deine Ebenen später auseinander halten kannst. Die weiteren Optionen Deines Ebenefensters kannst Du vorerst getrost ignorieren.

Jetzt kannst Du eigentlich mit Deiner Koloration beginnen. Scheue Dich nicht ein wenig Experimentierfreunde walten zu lassen. Denn Du malst ja nicht auf Deiner eigentlichen Zeichnung, sondern lediglich auf einer transparenten Ebene, die Du über Deine Zeichnung legst.

Meinst Du nun einen kleinen Fehler gemacht zu haben, lassen sich Deine Zeichnungen also bequem wieder mit dem Radierer revidieren. Dies mag in Deinem Photoshop beispielsweise wie in Abbildung 2 aussehen.

Abbildung 2.

Wie viele Ebenen lassen kann ich eigentlich erstellen?

Theoretisch kannst Du beliebig viele Ebenen innerhalb Deiner Zeichnung erstellen. Begrenzt wird dies lediglich durch den Speicherplatz Deiner Festplatte. Doch hüte Dich davor allzu viele Ebenen zu erstellen, denn sonst könnte es Dir noch schnell passieren dass Du beim Zeichnen die Übersicht über den Inhalt der einzelnen Layer verlierst.

Möchtest Du mit mehren Farben arbeiten, ist es sinnvolle jede Ebene mit einer einzelnen Farbe zu benennen. Die einzelnen Ebenen müssen nicht unbedingt „Farbe 1“, „Farbe 2“ etc. heissen, sondern können auch eindeutig mit Namen der einzelnen Farben „Rot“, „Grün“ etc. benannt werden. Ein Beispiel wie sich dies in Deiner Ebenenansicht darstellen könnte, beschreibt Abbildung 3.

Abbildung 3.

Wie ordne ich meine Ebenen denn eigentlich am besten an?

Hin und wieder wird es Dir passieren, dass die Ebenen, die Du erstellt hast unter Umständen in einer anderen Reihenfolge dargestellt werden sollen. Hierzu existiert ebenfalls eine entsprechende Funktion. Du kannst die einzelnen Ebenen anklicken und während Du die Maustaste gedrückt hältst, sie nach Belieben verschieben.

Von der obersten Ebene solltest Du eigentlich den Inhalt aller anderen Ebene aus sehen. Lediglich wenn die oberste Ebene einen Teil Deiner Farben verdeckt, ist es Dir nicht möglich die darunter liegenden Farben zu erkennen.

In Abbildung 4 und 5 ist jeweils zu erkennen, welche Farbe nun auf welcher Ebene erstellt wurde. Ebenso lässt sich relativ gut erkennen, welche Farbe also in der Ansicht der Zeichnung, über den anderen beiden Ebenen gezeichnet ist.

Bei der Farbe 3 (Blau) handelt es sich also um die oberste Ebene. Darunter liegt nun mit der Farbe 2 (Gelb). Nun ist es ein Einfaches die Farbe Blau unter die Ebene der Farbe 2 „Gelb“ zu ziehen.

Abbildung 4

Die Anordnung der einzelnen Layern kannst Du ebenfalls recht gut anhand der Werkzeugleiste Deiner Ebenen erkennen.

Abbildung 5.

Erweiterte Aspekte zum Thema Ebenen

In diesem Teil des Tutorials geht es schliesslich um das Fine-Tuning im Umgang mit Deinen Layern oder Ebene gehen.

Was Dir zu Beginn Deiner Arbeit vielleicht noch nicht ganz bewusst war, mag die Tatsache sein, dass der Umgang mit unterschiedlichen Ebenen unglaublich viele Möglichkeiten bieten. Je nach Anwendung, lassen sich mittels Ebene-Arbeit, die unterschiedlichsten Effekte erzielen.

Vielleicht mag Dir bereits aufgefallen sein, dass Du Deine Default-Ebene, die Hintergrund-Ebene nicht verschoben werden kann. Die Erklärung dafür ist simple. Beim ersten Erstellen oder Öffnen Deiner Zeichnung besitzt Du lediglich eine einzige Ebene. Dies ist mit einem kleinen Schlösschen versehen, welches sie fixiert.

Möchtest Du nun Deine Hintergrundebene verschieben und aus ihr eine gewöhnliche Ebene machen, musst Du lediglich die Fixierung (Schlösschen) deaktivieren (siehe auch Abbildung 6)

Abbildung 6.

Hierdurch werden die Funktionen, welche die restlichen Ebenen, die keine Hintergrund-Ebene darstellen, aktiviert. Das Aktivieren geschieht durch einen einfachen Doppelklick auf die Hintergrund-Ebene. Nun kannst Du der Ebene, die Du aktiviert hast ebenso wie den anderen Ebenen einen Namen geben und ihr weitere Eigenschaften zuweisen.

Nachdem Du die Ebene aktiviert hast, sollte das Schlösschen in Deinem Ebene-Fenster verschwunden sein. Weiter kannst Du nun ebenfalls das Drop-Down Menü bedienen.

Bewegen Deiner ehemaligen Hintergrundebene

Anwendungsbeispiele für das Modifizieren Deiner Hintergrundebene gibt es viele. Möchtest Du gerne die Konturen Deiner Skizze über Deinen eigentlichen Farben legen, musst Du Deine Hintergrundebene ebenfalls verschieben. Ziehst Du die Ebene nun nach oben, sind leider die weissen Flächen Deiner Zeichnung noch Weiss, wie in Abbildung 7 gezeigt. Ziel ist es nun diese transparent zu gestalten, damit die darunter liegenden Farben sichtbar werden.

Abbildung 7.

Die Modi der verschiedenen Ebenen

Damit Du andere Ebenen sehen kannst musst Du noch ein paar Einstellungen an den Modi Deiner verschiedenen Ebenen vornehmen. Dazu brauchst Du lediglich die Ebene mit Deiner Skizze anwählen und den Modus auf „Multiplizieren“ stellen. Diese Funktion findest Du in dem Drop-Down Menü rechts, wie auf Abbildung 8 gezeigt.

Abbildung 8.

Die einzelnen Farben Deiner unter der Skizze liegenden Ebene sollten nun leicht durch die Zeichnung schimmern. Die verschiedenen Modi wirken verhältnismässig unterschiedlich auf Deine einzelnen Ebenen. Die verschiedenen Effekte alle an dieser Stelle alle im Detail durchzusprechen würde in diesem Tutorial zu weit führen. Daher wurde sich an dieser Stelle auf die wesentlichen Aspekte zum Thema Ebenenkonfiguration beschränkt.

Falls Du Dich jedoch berufen fühlen solltest hier eine Beschreibung der einzelnen Modi durchzuführen steht bist Du dazu natürlich herzlich eingeladen.

Wie verändere ich die Deckkraft meiner einzelnen Ebenen

Schaust Du noch ein wenig genauer hin, bleibt Dir ein weiteres Drop-Down Menü mit Sicherheit nicht verborgen. Mittels dessen ist es Dir möglich, die Deckkraft Deiner Ebene zu verändern. Hierzu musst Du lediglich wie auf Abbildung 9 gezeigt, den Regler entweder nach lins oder rechts schieben.

Abbildung 9

Zwar gibt es an dieser Stelle noch unzählige Optionen, die hier an dieser Stelle jedoch nicht bis ins Detail vertieft werden, da dies zu weit führen würde. Das Internet bietet jedoch noch unzählige weitere HoTos und Dokumentationen zu dem Thema Layer und Ebenen.

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